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4.5.2018 – Ende gut, alles gut – Schauspielhaus Bochum

von William Shakespeare
Regie, Robert Schuster

Der Graf von Roussillon + Herzogin von Florenz, Bettina Engelhardt
Brigitte, Tochter des Grafen von Roussillon (Original: Bertram), Daniel Stock
Paris, Pflegesohn des Grafen von Roussillon (Original: Helena), Raphaela Möst
Die Parolles, Ronny Miersch
Eine Närrin, dem Grafen von Roussillon zu Diensten, Jürgen Hartmann
Die Königin von Frankreich, Günter Alt
Die Feuer, eine Personalscout der Königin + eine Witwe, Dennis Herrmann (heute kurzfristig eingesprungen: absolut bravourös!)
Coco, eine französische Aristokratin, Roland Riebeling
Chanel, eine französische Aristokratin, Christopher Heisler
Giovanni (Original: Diana), Therese Dörr

Es ist ein Genuss, gute Schauspielerinnen und Schauspieler spielen zu sehen und sprechen zu hören – so wie hier in Bochum. Das Stück ist unterhaltsam im besten Sinne, gleichzeitig aber auch Anstrengung fordernd, da der doppelte Geschlechterwechsel der Rollen (ein Mann spielt eine Frauenrolle, die ursprünglich eine Männerrolle war) immer wieder die Frage hervorruft: wie ist das jetzt eigentlich im Original? Es gibt viele wunderbare Sätze von Shakespeare, viele herrlich frauliche Szenen. Die Auflösung, die ja bereits bekannt ist, zieht sich etwas hin. Und das Ende sieht nicht wirklich gut aus – die äußere Form scheint gewahrt (wenn das alles ist?), aber gute Gefühle scheinen nicht entstanden zu sein.
Ein absolut sehenswerter, wunderbarer Theaterabend!
Bravo! Bravo!