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Blog 13.4.2017 – Der Ring des Nibelungen: Das Rheingold – Oper

von Richard Wagner – Deutsche Oper, Berlin – Inszenierung: Götz Friedrich – Leitung: Donald Runnicles.

Zum letzten Mal nach der Premiere 1984 wird diese Inszenierung an der Deutschen Oper in Berlin gegeben.
Dieser sogenannte “Tunnel-Ring” ist eine legendäre und beliebte Inszenierung, die nun aber – endlich – abgesetzt wird. 2020 werden in Berlin gleich zwei neue Ringe an den großen Häusern erwartet.
Nach 33 Jahren ist eben das legendäre Bühnenbild derart marode, dass es nach dieser letzten Aufführung verschrottet wird. Das klingt brutal, aber letztlich lässt sich nicht alles konservieren und ästhetisch lässt sich durchaus eine neue Inszenierung vertragen.
Ich habe den Eindruck, das Bühnenbild ist der eigentliche Star der Inszenierung, denn die Personenregie und das, was im Tunnel (unter der Erde) passiert und sonst herumsteht, ist letztlich wenig spektakulär – zumindest aus heutiger Sicht. Es gibt wenig Bewegung der Personen, es wird relativ viel gestanden, aber es stört auch nichts Unmotiviertes. Ich kann der Handlung und Musik sehr gut und leicht folgen – die Geschichte wird klar erkennbar erzählt. Das gestaltet das Opernerlebnis Ring gut verdaulich und trägt – denke ich – zum Erfolg wesentlich bei.
Musikalisch ist es an an der Deutschen Oper in Berlin für mich immer wieder unübertroffen gut. Ein hervorragendes Ensemble trifft auf das – für mich – beste Opernorchester, was es gibt. Unter der Leitung eines hervorragenden Dirigenten – hier Donald Runnicles – wird das ganze zum einmaligen Ereignis. Die zweieinhalb Stunden vergehen für mich wie im Flug. Mir ist es immer lieber, den Wunsch nach mehr zu haben, als irgendwann froh zu sein, wenn es zu Ende ist. So freue ich mich auf den nächsten Abend: Die Walküre.