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25.11.2017 – Kammerkonzert – Quattuor Ebène, Antoine Tamestit, Antoine Lederlin – Konzerthaus Dortmund

Quatuor Ebène: Pierre Colombet, Violine · Sébastien Surel, Violine · Marie Chilemme, Viola · Raphaël Merlin, Violoncello;
Antoine Tamestit, Viola; Antoine Lederlin, Violoncello

Salvatore Sciarrino »Ai limiti della notte« für Viola solo
Henri Dutilleux »Trois strophes sur le nom de Sacher« für Violoncello solo
Henri Dutilleux »Ainsi la nuit«
Quatuor Ebène »Night Bridge« Nächtliches Gedicht für Streichsextett nach Jazz-Standards
Arnold Schönberg »Verklärte Nacht« op. 4 für Streichsextett

Round Midnight

C’etait absolument magnifique!
Dem Quatuor Ebène gelingt die Quadratur des Kreises: Homogenität und gleichzeitige Heterogenität des Gesamtklangs, Klangschönheit und -reinheit bei gleichzeitig maximaler Ausdruckskraft mit Geräuschanteilen, spannende Entspanntheit.
Die erste Hälfte im abgedunkelten Saal zollt der Nacht ihren Tribut und nachts schlafen Menschen, manchmal auch schnarchend – wegen der Dunkelheit oder der Musik, die durch Experimentelles und Geräuschhaftes geprägt war, wer weiß.
Nach der Pause ging es mit vom Quatuor Ebène selbst Komponiertem weiter – stilistisch in ähnlicher Weise wie zuvor. Die Jazz-Standards schienen eher eine Anregung der Komposition gewesen zu sein und so tauchten nur fragmentarisch melodische Motive  auf, die dann aber auch in eine eher übermächtige Klang- und Geräuschkulisse eingebettet waren. Die Coda endete so wie Schönbergs “Verklärte Nacht” nahtlos anschloss. Und das war für mich jenseits des Nonplusultra. Dafür fehlen Worte …
Bravo! Bravo! Brava! Bravo! Bravo! Bravo!!!