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Blog 3.4.2016

Figaros Hochzeit – Oper von Wolfgang Amadé Mozart – Opernhaus Dortmund.

In einem Gespräch, das anlässlich seines Todes vor kurzem nochmal gesendet wurde, äußert sich Nikolaus Harnoncourt zum Tempo der Ouvertüre. Es wird fast immer zu schnell genommen. Es ist ja nicht alla breve, sondern in Vierteln.
Auch hier hört man den Versuch eines rasenden Tempos. Das Orchester will nur nicht ganz so, wie der Dirigent es will. Das Gezerre am Tempo lässt die Ouvertüre dahinsiechen. Es geht unruhig weiter und ich beschließe nach der Pause zu gehen.
Im zweiten Akt hat man sich einigermaßen aufeinander eingestellt. Das Finale 2. Akt versöhnt mich einigermaßen und ich will alles hören und sehen. Diese Inszenierung habe ich vor Jahren schon gesehen und ich finde sie gut anzusehen; sie bildet die Partitur ab, kommt aber bei aller Durchsichtigkeit der wandlosen Räume im zweiten Akt doch nicht ohne Wände und Türen aus, die dann auch da sind. Das Ensemble ist ein komplett anderes als vor einigen Jahren. Es ist am Ende relativ gut, aber ich bin – wie man inzwischen bemerkt hat – nicht wirklich erfreut. Trotzdem gehen mir nach der Oper einige wunderbare Melodien und Passagen nicht aus dem Kopf und so bin ich getröstet.
Danke, Mozart!