Homöopathie – eine Heilkunst

Homöopathische Behandlung bedeutet Heilen mittels Ähnlichkeit. (Homöopathie heißt ähnliches Leiden.)

Der Homöopath sucht also für seinen Patienten eine Arznei, die, von einem gesunden Men­schen eingenommen, kurzzeitig dieselben Symptome hervorbringen kann, wie der Erkrankte sie zeigt.

Beim Erkrankten regt diese ähnliche – eben homöopathische – Arznei die Selbstheilungs­kraft an und schafft die Möglichkeit, aus sich selbst heraus zu gesunden.

Dieses eine heilende Mittel zu finden, das ist die Kunst des Heilens.

DIE ANAMNESE

Um eine tiefgreifend heilende Arznei zu fin­den, betrachtet der Homöopath nicht nur die vom Patienten geschilderten Beschwerden – er erfragt zum Beispiel auch die Gemütslage, Charaktereigenschaften, Ess- und Schlafgewohnheiten sowie die Familienkrankengeschichte etc.

So wird der ganze Mensch samt seinen Wurzeln be­trachtet und behandelt. Denn das Herz oder die Hand z.B.  können nicht vom Menschen abgetrennt werden und als Einzelteile gesunden.

Das erste Gespräch mit dem Patienten – die (Erst-)Anamnese – ist sehr ausführlich und dauert deshalb i.d.R. zwischen einer und drei Stunden. Weitere Behandlungen dauern in der Regel zwischen einer halben und einer Stunde.

DIE ANWENDUNGSBEREICHE

Nahezu alle Erkrankungen können behandelt werden, seien es akute oder chronische. Auch kann man „nur“ seine Konstitution stärken lassen.

Notfälle wie schwere Verletzungen oder Knochenbrüche beispielsweise müssen notfallmedizinisch, chir­urgisch versorgt werden. Eine homöopathi­sche Arznei kann hier ggf. den Heilungsprozess beschleunigen.

Auch Tiere und inzwischen auch Pflanzen werden erfolgreich homöopathisch behandelt.

Die Homöopathie, die mit geprüften Einzelmitteln arbeitet, wurde lange Zeit Klassische Homöopathie genannt. Eine heutige Strömung nennt sich Genuine Homöopathie; sie konzentriert sich auf die Ursprünge der Homöopathie und ihren Begründer Samuel Hahnemann.

 

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